MÜNSTER Die Vectron Systems AG hat die wichtigsten Kennzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 ermittelt. So ging der Umsatz im Jahr 2009 erwartungsgemäß auf 20,5 Mio. Euro (2008: 23,6 Mio.) zurück, das EBITDA lag bei 2,2 Mio. Euro (2008: 5,2 Mio.), das Ergebnis nach Steuern bei 0,1 Mio. (2008: 2,6 Mio.).
Die Rohmarge blieb mit 61Prozent (2008: 63 Prozent) weitgehend konstant. Damit bewegen sich alle Kennzahlen im Rahmen der aktuellen Analystenschätzungen. Per 31.12.2009 lag der Barmittelbestand bei rund Sechs Mio. Euro, wobei die Gesellschaft keine kurzfristigen Bankverbindlichkeiten hat. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote liegt bei 88 Prozent (2008: 86 Prozent).
Neben dem Umstzrückgang iHv rund 13 Prozent und der leicht gesunkenen Rohertragsmarge trugen vor allem die antizyklischen Investitionen in Produktentwicklung und internationalen Vertrieb zum aktuellen Ergebnisrückgang bei. Anders als in den Vorjahren ist es aufgrund der derzeitigen allgemeinen Investitionszurückhaltung einerseits sowie der restriktiven Kreditvergabepraxis auf Bankenseite andererseits nicht gelungen, in 2009 einen Großauftrag zu akquirieren, der das Bild umsatz- und ergebnisseitig nachhaltig hätte verbessern können.
In Deutschland konnte Umsatz sogar noch gesteigert werden
Insgesamt ist die Gesellschaft jedoch vor dem Hintergrund einer der schwersten internationalen Wirtschaftskrisen der Nachkriegszeit aufgrund der Rahmenbedingungen mit dem Erreichten zufrieden. Während Vectron im Heimatmarkt Deutschland den Umsatz im Fachhandelsgeschäft sogar noch steigern konnte, wurden Exportmärkte wie z.B. Frankreich, Großbritannien oder Türkei von der Krise überproportional betroffen, wodurch starke Absatzrückgänge hier nicht zu vermeiden waren.
Angesichts eines durch die nicht cashwirksamen Abschreibungen auf Software noch immer erfreulichen positiven Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit von 1,1 Mio. Euro konnte der Barmittelbestand – bereinigt um Dividendenzahlungen und Steuerzahlungen für Vorjahre – sogar in siebenstelliger Höhe noch weiter aufgestockt werden.
Prall gefüllte Produktpipeline
Aufgrund ihrer Finanzkraft, der Expansionsstrategie im internationalen Fachhandelsgeschäft und der prall gefüllten Produktpipeline geht die Vectron Systems AG weiterhin davon aus, im Zuge einer allgemeinen wirtschaftlichen Erholung überproportional partizipieren können.
Neue Produkte und attraktive Finanzierungsangebote für Endkunden haben bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr dazu beigetragen, dass Vectron in weitaus geringerem Masse von der Krise betroffen war, als die meisten Mitbewerber, was zu Marktanteilsgewinnen geführt hat. Da die meisten, kleineren Mitbewerber nicht über die entsprechenden Mittel verfügen, um Produktentwicklungen auch in Krisenzeiten voranzutreiben, beschneiden sie sich auch ihre Zukunftsaussichten, was den Trend verstärken dürfte.
Von diesem Effekt möchte Vectron weiter partizipieren. Bei wieder anziehender Nachfrage würden die Umsatzsteigerungen aufgrund der hohen Rohmarge dann zudem zu überproportionalen Gewinnsteigerungen führen.